HIPPY

HIPPY in Belm – Integration und Teilhabe
Die Integration von Migrantenfamilien ist in Belm ein wichtiges Anliegen, dem sich Vereine, Institutionen, Kirchen und Kommune mit vielfältigen Angeboten widmen. Integration beginnt bereits im Kindesalter. Ob sie gelingt, entscheidet sich oftmals in der Schule. Eine gute Vorbereitung auf die Schulzeit im Elternhaus ist Voraussetzung für einen gelingenden Bildungsweg von Anfang an. Dabei will der Diakonie-Förderverein Belm e.V. mit dem Programm „Hippy“ (Home Instruction for Parents of Preschool Youngsters) helfen.

Projektbeschreibung
Hippy ist ein Programm, das weltweit eingesetzt wird, um Kindern mit Migrationshintergrund einen guten Einstieg in die Schule zu ermöglichen. In ihren Familien werden die Kinder auf den Schulalltag vorbereitet.
Die Eltern der Kinder werden bei sich zu Hause in den jeweils aktuellen Materialien des Hippy-Programms von ihrer Hausbesucherin eingewiesen. Mutter oder Vater übt dann mit dem Kind das Material ein. So werden die Eltern zu Lehrpersonen für ihre Kinder. Gleichzeitig werden sie selbst in Sprache und deutschem Bildungssystem geschult. Bei regelmäßigen Gruppentreffen bekommen sie darüber hinaus gezielt Informationen über das Land, in dem sie leben. Durch diesen niedrigschwelligen Bildungsansatz wird die Familie umfassend zur Teilhabe befähigt.
Das Hippy-Programm hat feste, aufeinander abgestimmte Programmmodule. Diese haben sich in ihrer Kombination und in der Umsetzung in der Praxis bereits an insgesamt 22 Standorte (z.B. in Bremen, Hannover und Nürnberg) in Deutschland sehr bewährt:Spiel- und Lernmaterialien für drei-, vier-, fünf- und sechsjährige KinderHausbesuche durch geschulte Hausbesucherinnen der gleichen MutterspracheGruppentreffen der beteiligten Eltern, in denen gezielt Elternbildung stattfindetKoordination durch eine pädagogische Fachkraft

Projektdauer
Hippy dauert zwei Jahre. Das Programm beginnt am 1. September 2011 und endet am 30. Juni 2013. Die Verträge sind nur für diesen Projektzeitraum geschlossen. Die Durchführung des Programms mit einer Gruppe wird für russischsprachige Migrantenfamilien erfolgen.

Erfahrungen aus einem ersten Projektdurchlauf
Vom 1.9.2008 bis zum 30.6.2010 war es dem Diakonie-Förderverein möglich, das Projekt „HIPPY in Belm – Integration und Teilhabe“ schon einmal durchzuführen. Die Erfahrungen aus diesem ersten Durchgang waren überaus positiv. Das Projekt hat sehr gut in die Familien gewirkt und auch darüber hinaus viele positive Reaktionen hervorgerufen. Als 2010 klar wurde, dass das Projekt nicht fortgesetzt werden würde, hat dies bei nicht wenigen Familien großes Bedauern ausgelöst.
Gründe für die Nicht-Fortsetzung waren zum einen, dass die damalige Koordinatorin das Projekt aufgrund beruflicher Veränderungen nicht fortsetzen konnte, zum anderen, dass die nötigen finanziellen Mittel nicht vorhanden waren. Dies hat sich nun geändert – dem Diakonie-Förderverein ist eine großzügige Spende in Aussicht gestellt worden, die einen guten Grundstock für eine Wiederaufnahme des Projektes sein könnte.

Finanzierung
Der Diakonie-Förderverein Belm strebt an, das Programm durch Spenden und Zuschüsse zu finanzieren. Dazu spricht er verschiedene potentielle Geldgeber an. Jede noch so kleine Kostenübernahme hilft (Kosten siehe Seite 2).

Ansprechpartner:

Pastor Arne Schipper, Projektleiter
schipper@ckbelm.de; 05406-882663

Katrin Koch, Koordinatorin
hippy-koordination@ckbelm.de; 0170-2009014